Zehn Auswanderer-Briefe, Teil II.

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Zehn Auswanderer-Briefe, Teil II.

Beitragvon -sd- » 01.10.2010, 09:38

Neunter Brief

Villa de Parady den 18. Februar 1837

An die Geschwister und Freunde Jericke in und bey Leipzig

Werthe Freunde und Geschwüster
Ich wünsche von Herzen, dass Euch meine zeilen noch alle bey dem
Leben und fester Gesundheit antrefen. Mögen scho (?) bereits 5 Jahre
Sein verflossen, dass ich nicht weiß waß Lebt und dodt ist.
Doch dieß mahl zweifle ich nicht in richtigen beste eines GeEhrten
Schreibens, von Euch lieben Geschwüster zu bekommen und uns mit der
Feter zu Armen. Lieben geschwüster waß uns anbetrieft
Sein wür gesunde Ich und meine Frau und Kinder Grüssen Euch hertzlig
Ich habe bereits 3 Kinder, der Aelste Sohn ist 8 Jahr, der 2. 3 Jahr
daß kleine Metgen ½ Jahr, ist der Rest von 6 Kinder, doch unser
Her Gott gebe Glück zu diesen. So sein es genug, den wür Sein berei-
Ts Schon 40 Jahr, schon über die Helfte Lebenszeit vorüber, So müssen
wür dencken waß jetzt am besten zu thun ist, richtige urthei-
lung und aufrichtige meinung. Aufrichtig gesagt, in Bressiligen habe
ich nicht Lust zu sterben, den wer Deuschlands Sütte und Bräu-
che und Lebensweise kend, Sehnd sich Sicher wüder zurück, aber bis
jetzt habe ich noch nicht daß verMögen, waß ich wünschte waß zu
meiner künftigen Lebenstauer in Teuschlandt Erforterlich wär
den wenigstes Misten es doch sein 6000 Thal. Mit dießen glaub-
te ich wohl ein geschäft in Teuschlandt zu aranschieren, um die
übrige Lebenszeit zu fristen, daß mancher lebensbeschwärten
und Narungsorgen auf eine Economischen weisse bestadt halten
daß es nicht schon (?) in einigen jahren verzehert ist, wie wür fon
die breisse haben, von einigen Bressilyaner, die sich hier in Einigen
guten Jahren ein klein vermögen zusamschlugen und zurück gingen
und nach verlauf 2 bis 3 Jahr unter (wieter?)kamen, wo es schon alle war
was mier da zu mahl leicht hätte bassieren können
den was dazu mahl daß gute leben auch gewöhnt

den 1829 habe ich als zusammengerechnet gewüß so vühl als ich hier ver tinet
aber wie gesagt dazu mahl gelaupte ich noch mehr zu vertienen
aber Ehe ich es mier vermutte wart es zerissen es war
nemlig eine bestellung von Möbel und alß die Möbel fertig
war war zur zeit alß der Keisser von Bressiligen lief
und diesser Man auch weg lief und mier die Möbel alle in instück
ließ für 3000 Thlr. Acortiert und ich nach verlauf einiger
zeit sie verschleiterte die ganzen Möbl für 100 Thlr. Ist wohl
kein kleiner verlust und noch oben ein sein mier 2 Neger gest
orben wo mier jeter 500 Thal. koste und also jetzt bey diessen zeiten
dieses wieder zu erwürben kost getult und zeit und große Sparsam-
keit und noch über dies kande ich noch zu wenig Brassiligen als ich
mich auf daß land begab so habe ich grate daß schlechte Baraty wo
es nirgens müsserabler ist als hier den die Leude wollen
Schöne Sachen aber nichts bezahlen so Ergreiffe ich jetzt alls alles
Waß Gelt gübt ich habe jetzt Einen Haußbau übernommen
Und bin auch Maschinen Meister wo ich Schon Einen Grossen ruf
erlangt habe nemlich Maschienen daß Zuckerrohr aus zupressen
das sein nemlig 3 aufrecht Stende walzen die scharf aneinander
gehen die durch Wasser darauf mit Ochsen umgetreht werden
auf antere zu stoßen den Caffe as den Schalen zu bringen
und auch die Mantiock wurtzlen zu reiben auf einen ratht
wie ein Reibeisen was durch wasser oder auch durch Thürkraft
auch durch Menschen hänte umgethret würt über alle diesse
Sachen bin ich jetzt Inschengero auch die Treckselerrey habe
ich mier zugelegt den hier in Baradie ist nicht vühl loß
mit Solche Leute auch jetzt habe ich 4 Lehrlinge genommen
wül nun Sehn ob Sie sich ver intrssiren ich könnte zwar
vühle krügen ich Sacke mier aber auch mehr last über den
Halß hier fehlt weider nichts als dein Sohn August
um einen Thl der Last zu über nehmen Mit den Lehrlingen.

Den Brassilligen ist nicht Deuschlandt hier ist keine
Innung oter gemeinschafliche zusamhang auch kein ein und aus
Schreiben selbst gar kein schrieflicher Acort oder vühl mehr
gerichtlig wie gesagt so auf das gerate wohl so wie es einen oter
der antren nicht mehr gefällt ist die Lehrzeit auß-
Lieber Bruder Christian schon vor 2 Jahren habe ich
Geschrüben in betref Deines Sohnes daß du ihn solst
Zu mier nach Bressiliegen Schücken um seine frem-
de Jahre hier ap zu machen es würte auf keine weisse
nachtheil für Ihn Sein noch vühl mehr noch vühl mehr um
sich et waß zu Ersparen und Gelt zu machen würt es
würt es weit vortheilhafter auf dem Lande sein den hier
ist keine ver führung würt hier gut gehalten und kann
sich in Einigen Jahren Ein kleines Captal Ersparen
so wü ich Schon früher Geschrüben so wert ich mehr auf Sein
nen vortheil sein daß wen es nach meinen Plahn geht
uns nach verlauf Einiger Jahren zusammen zurück nach
unserm vaterlande über dem Ocian zu Eilen.
Nemlig mit Seiner Arbeit ist mein Plahn so daß Er ganz
Nach seinen wüllen Arbeiten kan kan auch Lehrburschen
Zu hülfe nehmen und Sein Stück Möbel was er macht
ist zur Helfte des Breisses wie Es verkauft würt
Eine Hälfte ist für Holß und Beschlag und alle übrigen
zuthaten ist die Eine Hälfte und die anter hälfte ist sein
Zum Beyspiel Eine Simple Comode würt verkauft zu
20 Thlr. 10 Thlr Sein theil 10 mein theil und so mit jeter Arbeit
Auf Diesse weisse kann er sich balt ein klein vermögen zusam
Schlagen jetzt wegen der über fahrt nach Brassilligen ist
Zu beratht Schlagen ich habe nemlig schon vor 2 Jahren geschrüben
Im fal Du Bruter Christian könst wenigsten die
Hälfte was wohl die fracht impartiern oter betragen mag.

weniger als 100 Thlr. Kann man nicht herrüber fahren den daß
ist der geringste preis wen Du also die Hälfte fracht die
Gleich in Hamburg muß gezahlt werten Erlagen kanst So
So bezahle ich die Antere Hälfte hier sonst ist es sehr
Beschwörlig für mich So muß ich daß Gelt Schon hier Erlegen
Ehe er tort abgeht den weil ich jetzt nicht in Rio bin
Ich habe nemlig Einen Gefatter in Rio de Janeiro Gebürtig
aus Hamburg Joao Andre Wüsser ist sein Name
Kaufman aus Rua de Reta ist die Strasse
Welchen ich Ersuche Seine Atresse an Euch zu Schreiben
Wo die antere Helfte fracht bezahlt würt und wo dein
Sohn August an atressiert ist über nimmd auch die
Besorgung bis zu mier ist noch ein kleiner Spazier-
Weg bis zu mier zu machen den ohne Sicherung der fracht nimmt
Ihn kein Schüff Captein mit und auf der Reisse muß man
Sich Kül und Höflig betragen den die Seeleute Sein grobe
Leute den Sie sagen Ick bin König op min Schöp.
Lieber Bruder im fal daß so auff gerüttelt ist
Daß dein Sohn Soll die Reisse antretten So Sende seinen
Brief voraus über Hampurch an meinen Gefatter
Daß der mier benachrüchtiget daß ich daß Gelt so gleich
nach Rio sente um die fracht So gleich zu bezalen wen
Dein Sohn ankommnd die Atresse an meinen Gefatter
Daß Briefgelt muß gleich in Leipzig bezahlt
Werden und Dein Sohn August Soll sein warmes
Und kaltes zeig mitbringen
Den in Bressiligen braucht man alles
N.B. Sonstige neuigkeiten werdet Ihr mehr in Zeitungen lesen
Lieben Geschwüster und Freunde
Grüßen Euch herzlich - Grußformel –

Meine Atresse:
An Herrn Johan Andre Wüpper
Na Rua de Reta na Rio de Janeiro
In Ladeinischer Schrieft anstad Johan Joao
Joao Frederico Jericke na Vila de Paraty

Meine Schwester Resse würt sich wüter lustig machen über meine Schrieft.

Zehnter Brief

Paraty, 3ten November 1850

Lieben Geschwüster Freunde und ver wande, nach einen zeitraum von 13 Jahren
erwacht in
Gewüsser …erliger antrüp, nachrücht von mier und den meinigen zu geben, weil
ich
bereids 12 Jahre auf einen Brief von meinen Bruder und meines Bruders Sohn
Warde, die mier im letzten Brief von werck stel vorsteher meines …… ……
Herrn Nörbel angezeigt worden und nie erhalten habe.
So werdet Ihr nun wüssen wollen wü es uns getht, so zeige ich Ersilig (?)
an, daß unser Herr
Gott mier Leben Gesundheit und unseren Lebensunterhalt und betürfnisse
geschenkt hat
Und so biten wür täglig die vorhersehung, unsere arbeiden und gewürbe uns zu
segnen und
Gesundheit und zufriedenheit uns zu schenken, das wür es mid gebührenden
dank erkönnen.
So werdet Ihr ferner wüssen wollen, wü es um mich und meiner Familige stehe,
so
Fange ich mit den schlümsten an, unser Herr Gott hat mier geschenckt 8
Kinder 5 Söhne und 3
Döchter wo der aelste Sohn 22 Jahre alt ist und das Jüngste erst körtzlich
gebohren
Und 5 Kinder sein gestorben sein zusammen 13. 7 Kinder von der Hamburgerin
und 6 von
Der Brasilganerin, von der Hamburgesse habe ich mich von Tüsch und Landt
geschüten
Weil Sie mier ein Mulatenkind gebohren, also die Ehe gebrochen. Sklafen habe
ich bereits
15 bis 16 unser Hergott verleihe mier seinen Segen, und gebe Ihnen Stede
Gesundheit,
den es sind mier bereits schon 7 Negerkinder gestorben , und auch 2
gekaufte, wo von
mier ein jeder 500 Thaler kosted, den die Sklafen sein jetzt über trüben
theuer, under 700 Thaler
kauft man keinen gesunden sklafen. Wen unser Her Gott mier das Gelück
verliehen, dasier keiner gestorben, so häte ich bereits 24 Sklafen, was
schon ein ziemliches capital
betrüg, doch verleihe mier die vohersehung Ferner seinen segen, und habe
auch noch landt
zu gekauft, daß die Ländereien mier 3000 Thaler kosten und Kafe ist mein
gewerbe, so das ich jetzt järlig bis 9 Hundert aroes cafe ernde eine aroe
hat 32 lb. Wo die a
zu 3 Thlr. Verkauft würt , und ernte auch die Lebensmittel, Fleisch, Speck,
Salß und
Kleitung, muß man kaufen, so könd Ihr leucht einsehn daß ich nicht wenig
menschen zu versor-
gen habe, 6 bis 27 Köpfe den ich habe ein gebrächliches Negerkind was 9
Jahre als ist und kann

Nicht auf die beine stehn, es ist nervenschwäge was das 16 machte so denkt
selbsten nach ob ich gear-
beidet habe und unser Herr Gott mier seinen Segen verliehn, und bis dato
gesund und bei
Lebens-
kraft erhalten, so das ich mein Gescheft noch föllig vorstehn kann, den ich
habe nichts gefunden oder
geschencktes, den alles ist mein Fleiß von der Vorsehung beschützt im
Fremden Lande das ich den
volendeden lauf meiner lebens tage doch ein andencken hinterlasse, das von
meinen Kindern
Keiner nicht nackend und bloß von ….. der hinderlassen bleibt, so daß ein
jeter einen kleinen anf-
fang hat womit ein jeder sich mehr erwürben kann den keiner hat profesigon
und auch wenig
Schulkendnisse, so das kein anters Mitel ist sich mit der Pflanzung zu
ernehren wen man fleissig ist
Und es zu rathe hält dabey nicht vertürbt den es ist der älste Ehrenstand
Sollten also meine Zeilen Euch meine Geschwüster Schwäger und Bruderskinder
und Freunde Euch
Noch beiden leben und gesundheit antrefen sol es mier und uns allen eine
besondere freude sein
Wen ein jeder sein gutes auskommen hat. Liebe Geschwüster wür könden wohl
weid mehr Brief-
Wecksel haben aber immer das ungelück das unsere Briefe verlohren gehen der
sicherste weg
Ist die Post den wür sind turch ein großes welt mehr getrend Ihr auf der
Nortseite und
Ich auf der Südseide. Ihr under dem 57 Grad Noertlig , und ich unter 21 (?)
Grad Südlig.

und……?………..Ihr auf der Ost Seite der Länge Grade den 12 Grat und ich auf
der Nord (?) Seite in 8 Grat ist also eine Enfernung von 2500Meilen wohnen
also under verschiedenen
…. Einen Lande wo uns ein immer werendes Grün um Schwebt und wohl nicht das
ungesun deste ist, den auch hier werden Menschen alt aus allen Weltheilen,
und ist auch wohl kein landt
wo sich mehr ausländer ansiedeln, als in Brasilien, und für die arme classe
(gestrichen: und für die) ist bestens
durch …………vorsehung gesorgt, den kein Frost trückt es das Sie tüchte Häusser
betürften, den hier
… …… sich … leude ohne einer oder der andere etwas zu haben , biten sich
ein Stückgen landt
bauen sich ein häußgen, wo das Landelos dazu tiese Pflanzen ein wenig
Mandiock was das grobe mehl gübt
was als jetes gemüsse thud und Fangen sich die wohlschmeckenden Fische …
ver-
kaufen Sie daß reicht hin um sich zu kleiten dabei leben Sie vergnügt und zu
früden Spülen Ihre Gütarn
Singen und Tanzen dazu, das sind Ihre befrüdigungen und darum ist es schlimm
in Brasilien das der
Scklafenhandel aufgehoben ist, den alles was Frei und nicht Schlafe ist, ver
… sich nicht , so wie inganz
Eurobe der gebrauch, sei Schwartz oter Mulade oter Weiße, fält sehr Schwer
arbeiden zu finden, und wenn würcklig
ein oter der anters sich auf Taglohn sich vertüngt so verdünt Er nicht die
Kost und so auch auf Länder
Die als Colonisten kommen, gern die Fracht für Sie bezahlt haben. Ihr Gelt
verlohren sei es nun Franzose
Deuscher oder Bordugüße, es ist ein mahl ein Gewüsser Tünckel, ein Land von
Schlafen sein, wül jeter Frei
Ein (?)olman sein, und keinen mehr unter tänig, so ist Brasilien in Gefahr,
daß es zurück…
Es bis jetzt noch imer Schlafen von Africa gekomen, als conder pand, aber
die Engelender nehmen die
Mersten Schiefe weg, selten, das eins scha….. bürt die Schlafen die sie
nehmen bringen sie an die coste von
Angola (?) die Saeraleone wo sie eine Englische Colonie an legen, als
Englische underthanen, und Ihnen die niderträg-
ligste behantlung geben, was schlümmer als es die Schlafen in Brasilien
haben leicht zu erachten ein man
der einen Schlafen für … gelt kauft, würt ales mögliche (?) thun um sein
gelt nicht zu verlühren
Und gewüß ihn gut behantlen, unser Herr Gott hat es selbst so geortned das
Könige Fürsten und …der
Heren und Knechte sein so war es schon von alters her schon bey Abrahams
zeiten. Ich wüll Euch
eine kleine vorstellung geben, wie die algemeine behantlung der Schlafen in
Brasilien ist. 1stes (erstes)
arbeiden sie die Arbeitstage, die jede woche hat, von 5 Uhr morgens bis 7
Uhr abends, die Son und
Festage sein den Schlafen, wo er für sich arbeiten kann, und was er verthünt
für sich verwenden kann,
getht freu ohne eissen und pande, ist sich selbst überlassen, thut was er
will, so muß man die
gewüssen Stunden, die sie arbeiden müssen, antreiben sonst machen sie gar
nichts, weil er
ohne intresse arbeit, und 2stes (zweitens) mus man sie zu essen geben, und
kleiden und 3tens wen sie
krank werden behanteln, Wü es Einen kranken zu kommt das man sein Gelt nicht
verlührt
und Entlig 4tens kann man nicht nach seinen wullen seinen Schlafen schlagen,
das er stühlt
den das sind Gerichtes Sachen, das man nicht nocheben so vühl als diesser
wertht war ans Gerücht
bezahlen muß. Und wen Sie sterben kommen sie auf den Gottes Acker …….. sie
als …. Ist
…. Werden, so ist die algemeine regel was haben wier als hern mehr, wen wir
sterben so geben
Sie uns ein Sarg, das ist alles und ist auch wieder nichts endlig, was nun
ein guter Schlafe ist der
Hat gute Behantlung, und so haben die Schlafen auch noch ein Mitel, was
algemeine regel ist
Wen ein Schlafe wegläuft oder stülth oter sonst Et was ungeschücktes begeht,
so nimt er sich
…..Ihn bited um verzeihung, das er keine Brügel krügt. Uibriges diesse …
…………………………..Ihre Schlafen gekosted. Lüben lesser über Polidtische
angelegenheidten kann ich
nicht (?)mit theilen, verweisse Euch auf die zeitung die mehr sagt als ich
weiß , was übrigens …
……., und Hantelsgeschaefte sein in guten auf, wo vühle sich Gelt erwürben…
.. und vühle sich den Todt bey guten verdienst sich zu zühen, den es muß
alles ver…
………, Sie verdienen bis Sie verückt werden, wür sprechen von vühlen Sausen
(?) aber nicht von ….

Die mersten Deuschen die ich vor 20 Jahren in Rio de Janeiro gekand habe,
sein nur noch wenige da, Einige sein
Nach Deuschladt zurück, einige haben sich in Lande verstreud, und die
mersten sein gestorben , von den die
Nach 1831 angekommen sein , kene ich sehr wenig seit den ich aus Rio bin ich
nicht mehr da gewessen was
Bereids 20 Jahre sein, doch ist mier gewüß versichert das die Profisionisten
guten verdienst haben.
Nun um wüter zu rück auf unsere Underhaltungen zu kommen Erinre ich Euch an
die …
Auforderungen, wo ich Euch anzeigte das ich verlangen hätte, Einen meiner
Bruders söhne wen
Es nicht zu spät ist, und sich schon alle Etapeliert haben, und sich Einer
oter der andere Endschlüssen könnte,
um sich die Reisse nach Brasilien zu unternehmen, den Sage ich Understüßung
zu
Erstlig für die Fracht stehe ich, Sie zu bezahlen und wan es Ihm hier in
Brasilien gefält kan ich
Vühlen für Ihn thun, und kann ohne Furcht sich die Reisse under nehmen. Er
kommt ja nicht …
Bloß under Fremde Menschen, den in ganz Brasiligen findet man Deusche und
fündet seines
Vaders Bruder, der Euch wohl wül, und geschwüsterskinder das so oft ich von
Euch spreche nach Euch
Verlangen Euch können zu lern, und Selbst, für meine Kinder, wär es ein
vortheil, das Sie sich in
Der Broffessigon ein wenig üben, und etwas lernen, auch über dies habe ich
Eine Tochter, die bereits
14 Jahre hat, wen also der Eine oter der antere gefallen fündet könen wür
weidere Geschäfte
machen, also Gott befohlen. Sollte also sich der Eine oder der antere, sich
Entschlüssen, so braucht das
nicht lange anzustehn, kann mier gleich mit diesser antwort auf den Brief
benachrichtigen
und balt darauf, Sich nach Hamburg begeben, das ich die gehörige verortung
trefe, um die Fracht
zu süchern, kann unter dessen in Hamburg arbeiten, bis ich Ihn auf der
Tüschler Herberge
weider benachrichtige und selbst zu Rio de Janeiro Ihn ein …(?) an weisse
zur wieder besi…
bis bey mier, was nach der ocians Reisse eine kleine Lust Reisse von 24
Stunden ist.
Bruder Gottfried sollte Dich unser Schöpfer bis dato noch beim Leben und
Gesund Erhalten haben
So Erwarde ich ein ganzes nahmen regüster von unser Freund und Bekannte
Wie es zu gegan hat und bis dato noch getht.
Für jetzt empfehlen wür uns alle unsern Her Gott
In dessen macht es stetht Gelück und Zufriedenheit, leben
und todt, und grüsse Euch alesamt mit einen freidigen
Kuß Euer Bruder

Meine Kinder Johan Friederich Jericke
Eigenhäntig namens under Schrieft
Das Alter
Joao Frederico Xavier Jericke 23 Jahr
Agistinho Federico Jericke 16 –
Carolina Irald Jericke 14 –
Francisco Frederico Jericke 9 –
Pedro Frederico Jericke 7 –
Luiz 6 –
Catarina 2

Die Atresse wü sie auf ?
geschrieben sein muß das der Brief
richtig angelangt mid der Post

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